iMac (late 2013) schneller machen

27.12.2019 | Allgemein | 0 Kommentare

ODER: Es muss nicht immer gleich NEU sein

 

Ich habe meinen 27″-iMac im Jahr 2013 gekauft. Und wie das mit so Rechnern ist, sie kommen schneller in die Jahre, wie fast alles, was man sonst kaufen kann. Im Jahr 2019 arbeite ich immer noch mit diesem Rechner und ja – er macht immer noch alles mit, was ich mit ihm vorhabe. Zugegeben, es dürfte alles ein wenig schneller gehen, aber grindsätzlich funktioniert alles.

Und ja, ich habe tatsächlich über eine Neuanschaffung nachgedacht, allerdings haben mich die Preise für die aktuellen iMacs nicht gerade motiviert, ein neues gerät anzuschaffen. Also weiter mit der „altenkiste“ – oder kann man da was machen ?

Nun, gerade im Bereich der Bild- und Videobearbeitung gibt es ja immer einen besonders enegen Flaschenhals – nämlich die Festplatten.

Also flugs den Gedanken über eine Neuanschaffung beiseite legen und mal über die Thematik Festplatten nachdenken.

Die Preise für Festplatten – im Bereich der SSD – sind ja nicht mehr so immens hoch, wie noch vor wenigen Jahren. Also, sich mal einige Tage auf dem Markt umgeschaut, was da so machbar ist.

Zusätzlich zu den Standard-SSD-Platten gibt es beim iMac – ab dem Jahr 2013 – vielleicht auch schon ein Jahr früher – die Möglichkeit, eine Platte im PCIE-Standard einzubauen, welche eine nochmals andere bauform ( einen anderen Form-Faktor) hat.

Bedingt durch die Bauform des Rechners an und für sich, ist es ja schon ein wenig kniffelig, die Festplatte zu tauschen, so dachte ich, und dann noch die PCIE zusätzlich einbauen ? Da muss man den iMac wirklich komplett zerlegen.

Außerdem sind diese PCIE-„Platten“ ja noch ein Stückchen teurer, als die Standard-SSD-Platten. Trotzdem – einfach mal schauen. Dazu kam dein mein Gedanke – „Wenn ich die Kiste eh zerlege, warum nicht dann ganz zerlegen und gleich beides durchführen.

„Nur“ die Festplatte durch eine SSD zu ersetzen ist einfacher, als ich dachte. Mit dem Kricson Bildschirm LCD Klebebandstreifen Ersatz-Entfernungswerkzeug Kit  (was für ein Name), ist der Mac recht schnell geöffnet.
In diesem Kit ist ein Werkzeug erhalten, das einem Pizzaschneider/-roller sehr ähnlich sieht und mit dem man Vorsichtig die Verklabung des Bildschirms am Gehäuse löst. Im oberen mittleren Teil müsst ihr ein wenig aufpassen, damit ihr die Cam und das Kabel nicht „verletzt“. Ansonsten geht das wirklich gut und die ganze Sache ist in wenigen Minuten erledigt.

Ein wenig vorsichtig müsst ihr agieren, wenn ihr die Kabelverbindungen zum Bildschirm, bzw. zum Gehäuse trennt. Sie sind ziemlich klein und am Datenkabel für den Bildschirm ist so eine Art Bügel angebracht, der den Stecker vor verrutschen sichert. Diesen müsst ihr mit dem Fingernagel anheben, dann kann der Stecker recht einfach entfernt werden.

Bei mir gab es ein Problem – ich weiß nicht, ob es am Alter des Geräts lag oder ich wirklich zu unvorsichtig war, aber der Stecker vom Datenkabel ist beim Ausziehen total zerbröselt und so musste ich mit erst ein neues Datenkabel besornben, welches ich dann recht schnell über Ebay bekommen habe.

Wenn der Bildschrim entfernt ist, müsst ihr den linken Lautsprecher entfernen, der Ausbau ist recht einfach, dann kommt ihr an die Festplatte ran. Am Netzteil muss eine Schraube gelöst werden, weclhe ebenfalls die Platte hält. dann Platte austauschen und fertig.
Ich habe zur Sicherheit noch den OWC Inline-HDD-Upgrade-Kabel für den digitalen Thermosensor für iMac 2011 eingebaut, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich sein muss. Wichtig wäre noch zu erwähnen, das ich den Mac erst spät wieder wirklich zugeklebt habe. Es ist ratsam, damit zu warten, bis ihr sicher seid, das wirklich alles wieder einwandfrei funktioniert.

Der Geschwindigkeit-Zuwachs war immens, ich habe leider die Screenshots von den Vorher-Transfer-Messungen nicht mehr, aber mein Mac hat sich, was das angeht um sage und schreibe nahezu 600% beschleunigt. Ich bin der Meinung, es lohnt sich und dann noch in Kombination mit der Aufrüstung des Arbeitsspeichers, lässt sich aus einem brauchbaren Rechner, nochmal ein wirklich GUT brauchbarer Rechner machen. Es muss nicht immer gleich neu sein.

Solltet ihr Fragen dazu haben oder genaueres wissen wollen, so helfe ich euch gerne weiter.

Hier folgt dann jetzt die Aufstellung der Komponenten meiner Wahl:

Meine 2 TB-SSD als Datenlaufwerk

Die 1 TB PCIE-SSd als Start- und Propgrammlaufwerk

Der Arbeitsspeicher

Der Adapter um die fehlende Länge der PCIE  auszugleichen

Insgesamt hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt. Der Geschwindigkeits-Zuwachs macht sich deutlich bemerkbar, beim Start des iMAc angefangen, über den Start derProgramme, bishin zur schließelichen Verarbeitung, ob Bildbearbeitung oder Videoschnitt.

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