Photoshop-Tipp: Das geheime Auswahlwerkzeug

10.04.2021Bildbearbeitung0 Kommentare

Es gibt ja wirklich zahlreiche Werkzeuge in Photoshop, um eine Auswahl zu treffen. Nicht jede funktioniert bei jedem Bild und auch nicht bei jedem Nutzer gleich. Das gilt auch für den heutigen Photoshop-Tipp: Das geheime Auswahlwerkzeug.

Dabei handelt es sich hierbei weniger um ein Werkzeug, als mehr um eine Methode, die aber, in sehr vielen Fällen sehr effizient ist. Nachdem ich sie kennengelernt hatte, ist sie bei mir ständig in Benutzung. Manchmal komme ich damit nicht zu dem gewünschten Ergebnis, aber meistens schon.

Mein Photoshop-Tipp: Das geheime Auswahlwerkzeug – Schritt für Schritt

Diese Methode ist für verschiedenste Motive nutzbar, aber sicher nicht für alle. Nachfolgend erkläre ich Schritt für Schritt, wie ich es mache. In diesem Beispiel habe ich die Farbe des ausgewählten Bildteiles geändert und abschließend sogar in Schwarz. Hier bleiben alle Feinheiten, wie Reflektionen oder ähnliches erhalten und passen sich mit den Änderungen an.

1. Ebene duplizieren

Zuerst legen wir uns mit der Tastenkombination CMD/STRG+J eine Sicherheitskopie der Hintergrundebene an. Das tun wir ja hoffentlich sowieso immer. In dieser Ebene könntzen noch Korrekturen vorgenommen werden, zum Beispiel mit Camera RAW – in diesem, Fall empfehle ich. die Ebene zuvor inm ein Scmartobjekt zu konvertieren. Somt sind die Änderungen und Anpassungen jederzeit noch korrigierbar.

Die Hintergrundebene zur Sicherheit duplizieren

2. Eine Farbton/Sättigung-Einstellungsebene erstellen

Im nächsten Schritt erstellen wir eine Einstellungsebene „Farbton/Sättigung. Hier wählen wir als Farbkanal die Gelbtöne, denn wir wollen hier die Farbe des Autos ändern und zwar nur die des Autos im Vordergrund.

Eine Einstellungsebene Farbton-Sättigung erstellen
Die Farbe GELB im Farbkanal auswählen

3. Den Farbton der Gelbkanäle ändern

Jetzt ändern wir den Farbton des Gelbkanals und zwar ruhig sehr krass und übertrieben. Im Augenblick solltet ihr euch nicht daran stören, das mehrere Bereiche im Bild geändert werden. In diesem Beispiel sind halt viele Gelbtöne enthalten. Die Feinabstimmung nehmt ihr mit den Slidern im unteren Teil vor. Hier könnt ihr die Auswahlbereiche eingrenzen, indem ihr die Slider nach links oder rechts verschiebt und den Bereich der Gelbkanäle (die wir ja vorher ausgeählt haben) eingrenzen oder erweitern.

Einstellungen in Farbton-Sättigung anpassen

Wenn ihr diesen Arbeitsschritt abgeschlossen habt und mit euerer Auswahl weitesgehend zufrieden seid, gehts weiter. Nehmt euch hier ruhig Zeit um die Auswahl vernünftig zu treffen. Über weitere Bildteile die in der Auswahl sind, müsst ihr euch hier noch nicht kümmern.
Jetzt stellt ihr den Farbton und die Sättigung wieder auf 0 zurück. Das könnt ihr einfach mit einem Doppelklick auf die Begriffe Farbton und Sättigung erreichen.

Jetzt nehmen wir den Slider für die Helligkeit und schieben diesen ganz nach links in den dunklen Bereich.

Alle Werte wieder auf 0 setzen und abdunkeln

4. Den Ebenen-Modus auf „Differenz“ stellen – die Basis des geheimen Auswahlwerkzeugs

Jetzt kommt der eigentliche Photoshop-Tpp. Die Grundlage für das geheime Auswahlwerkzeug. Ihr wechselt den Mischmodus der Ebene von Normal auf Differenz. Hierbei kommen jetzt nur noch die Bildteile wirklich zum Vorschein, die eine Differenz zum Original aufweisen.

Den Ebenenmodus auf DIFFERENZ stellen

5. Eine Tonwertkorrektur-Einstellungsebene erstellen und das Bild entsättigen

MIt CMD/STRG-OPTION/ALT-SHIFT+E fasst ihr die bisherigen Ebenen auf eine neue Ebene zusammen. Mit der Tastenkombination CMD/STRG-SHIFT+U entsättigt ihr das Bild.

Jetzt erstellt ihr die Tonwertkorrektur-Einstellungsebene und passt die Auswahlmaske an, in dem ihr den rechten Regler nach links schiebt. Wenn zuviele Hintergrundelemente eingeblendet werden, könnt ihr die unter Zuhildfnahme des linken Reglers wieder herausrechnen. Auch hier ist Feinabstimmung gefragt. Alle Bereiche die im Bild weiß sind, sind später in der Auswahl enthalten, die schwarzen sind es nicht.

Ebenen zusammenführen auf eine neue Ebene und entsättigen
Mit der Tonwertkorrektur nach links Werte verbessern

Die endgültige Feinabstimmung könnt ihr mit einem Pinsel mit schwarzer Vordergrundfarbe machen. Malt einfach alle Bereiche weg, die von der Auswahl nicht betroffen sein sollen. Und wenn ihr jetzt zufrieden seid, wechselt auf den Reiter „Kanäle“ und mit gedrückter CMD/STRG-Taste macht ihr einen Klick auf den RGB-Kanal.

Die Maske mit einem schwarzen Pinsel korrigieren

6. Hilfsebenen ausblenden und gewünschte Änderungen am Bild vornehmen

Die Ebenen oberhalb des Originalbildes, bzw. der Kopie der Hintergrundebene können nun ausgeblendet werden. Jetzt seht ihr das Ausgangsbild und die Auswahl. Zur Sicherheit könntet ihr die Auswahl speichern oder ihr erstellt eine Korrekturebene – welche auch immer, somit habt ihr die Maske dort zur Verfügung. Diese könnt ihr dann mit gedrückter Alt-Taste auf jede weitere Korrekturebene ziehen und eine Kopie erstellen.

Die Hilfsebenen können ausgeblendet werden

7. Ein Beispiel: Ändern der Farben

UM den Umfang der Auswahl zu zeigen, habe ich hier eine neue Farbton-Sättigung-Ebene erstellt. Hier muss jetzt auch kein Farbkanal mehr ausgewählt werden, einfach mit dem Masterkanal arbeiten. Die Regler für Farbton, Sättigung und Helligkeit einfach so lange hin und herschieben, bis euch das Ergebnis gefällt.

Der pinke Oldtimer

Mit dieser Methode könnt ihr auch Farben in Schwarz ändern. Hierzu einfach in der Farbtion-Sättigung-Ebene nur den Regler für die Helligkeit nach links ziehen – ganz nach liomks. Anschließend vielleicht – je nach Objekt“ noch eine „Helligkiet/Kontrast-Einstellungsebene oder eione Gradationskurve nutzen, um die Kontraste anzupassen. Fertig.

Die Auswahl in Schwarz umfärben

Das war es für heute

Wie gesagt, diese Methode ist nicht unbedingt für alle Objekte zu problemlos nutzbar, aber sicher für sehr viele. Ich benutze den Weg sehr gerne und mit ein wenig Übung geht das ganze dann wirklich auch sehr schnell. Ich habe jetzt hier nur die Farbe geändert, aber dieses Beispiel soll zeigen, was alles möglich ist. Für alle Schritte verwende ich ein Grafiktablett von Wacom, aber es gibt auch hier Alternativen. Wenn ihr das mit der Maus machen wollt, dann lasst euch viel Zeit.

Ich hoffe, mein „Photoshop-Tipp: Das geheime Auswahlwerkzeug“ hat euch gefallen und kann euch helfen und nutzen. Lasst mich gerne wissen, ob ihr diese Methode schon kanntet oder sogar nutzt.

Ansonsten danke ich für euren Besuch und wünsche eiuch noch viel Spaß bei eurer Bildbearbeitung mit Photoshop.

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